Der Begriff des Wassersommeliers wurde ursprünglich durch die Presse geprägt – aber wie so oft bei Dingen, die zufällig entstehen, passt er genau – weshalb ich ihn auch gerne übernommen und zu meinem Markenzeichen gemacht habe.

Zum Thema Wasser kam ich über meine eigentliche Berufung. Als Sommelier im Restaurant  Lorenz Adlon war ich nicht nur für den Wein zuständig, sondern auch für die von unserem Management eingeführte Mineralwasserkarte, die 42 Positionen umfasste und als besonderes Verkaufs- und Alleinstellungsmerkmal eingeführt worden war. Um die vielen verschiedenen Wässer nicht nur zu verkaufen, sondern auch auseinanderhalten zu können, begab ich mich in die Untiefen des Themas und war binnen kürzester Zeit von der Materie vollkommen vereinnahmt.

Inzwischen kann ich die verschiedensten Wässer identifizieren, weiß um die Besonderheiten der wichtigsten Marken und kann die meisten von ihnen am Geschmack erkennen. Aber nicht nur, dass Wasser inzwischen von einem Grundnahrungsmittel zum Lifestyle-Produkt avancierte: Dank der Vielfalt an Nuancen und Wirkungsweisen auf Organismus und Gesundheit und nicht zuletzt durch die zahllosen Herkunftsorte bietet es eine nahezu unerschöpfliche Quelle der Forschung und Faszination. Eine Faszination, der einer der wertvollsten Rohstoffe zugrunde liegt: Wasser.